Eine Großveranstaltung wie ein Marathon braucht erhebliche finanzielle Mittel, um durchgeführt werden zu können. Die Startgebühren reichen in den meisten Fällen nicht aus und die Veranstalter sind auf Sponsoren angewiesen. Bei diesen handelt es sich in der Regel um Firmen, die auch den Namen des Marathons kaufen können. Aber auch öffentliche Einrichtungen helfen immer gerne bei den Sport-Events.

Beispiel Frankfurt

Der Frankfurt Marathon ist eines der wichtigsten Rennen über die 42 Kilometer in Deutschland und lockt Zehntausende Läufer und Zuschauer an. Da das Rennen auch teilweise im Fernsehen übertragen wird, hat auch die Stadt Frankfurt ein Interesse an dem Rennen. Über die Initiative „Sportstadt Frankfurt“ bekommt der Veranstalter Unterstützung von der Stadtverwaltung. Diese kann es in verschiedener Form geben: Erlass von Gebühren für Genehmigungen, Hilfe bei der Verkehrsregelung, Straßenreinigung nach dem Event, Koordination mit Polizei und Hilfsdiensten. Es können aber auch Geldmittel zur Verfügung gestellt werden. In Frankfurt ist auch die Messe ein Sponsor, sie stellt zum Beispiel Hallen zur Verfügung, in denen sich die Sportler treffen und stärken können.

Viele Ämter können helfen

Als Stadtverwaltung kann man einen Marathon auch in kleineren Städten mit Personal unterstützen. So kann das Ordnungsamt bei der Streckensperrung helfen und die freiwilligen Sicherheitskräfte koordinieren. Das Kulturamt kann auf seine Ressourcen zurückgreifen, wenn es um ein Begleitprogramm im Start- und Zielbereich geht, das die Zuschauer unterhält. Das Umweltamt kann sich darum kümmern, dass durch die Veranstaltung so wenig Müll wie möglich entsteht und zusammen mit der Stadtreinigung Mülltonnen aufstellen, in denen man seinen Abfall sortieren kann. Manche Städte haben auch einen eigenen Toilettenwagen, den man den Zuschauern zur Verfügung stellen kann. Selbst die Freiwillige Feuerwehr kann zum Einsatz kommen – sei es zur Sicherung der Strecke oder um die Läufer auf der Strecke ein wenig nass zu spritzen, wenn es zu heiß geworden ist. Letztlich eine gute Zusammenarbeit immer eine Frage der Verhandlungen zwischen den Veranstaltern und den Behörden.